Schaumburger Computer-Club verlässt die Alte Polizei
Langjährige Nutzergruppe hat "die Schnauze voll"
Seit der Eröffnung der Alten Polizei (APo) im Sommer 1990 nutzen wir die
Räume der Einrichtung für unsere Treffen. Zum 31.12.99 haben wir unsere
Treffen dort aufgegeben und treffen uns ab Januar 2000 somit vorerst nur
jeden Samstag von 15 - 18 Uhr in der Jugendfreizeitstätte in der Jetenburger
Str. 34 in Bückeburg, solange es keine Möglichkeit in Stadthagen gibt.
Wir haben uns in der APo so einiges bieten lassen. Aber als wir erst einmal
gesehen haben, wie in anderen Zentren, z. B. in Bückeburg und Rinteln mit
Gruppen umgegangen wird, die sich dort treffen und engagieren, und wie wir
in der APo behandelt wurden, obwohl wir auch einiges für das Zentrum getan
haben, wurden wir immer unzufriedener. Die Art und Weise, wie Aktivitäten
für das Haus ignoriert wurden, nicht eingehaltene Terminzusagen, Meinungsdifferenzen
beim für uns sehr wichtigen Thema Jugendarbeit und vor allem die mangelnde
Bereitschaft zur Zusammenarbeit von Seiten der Mitarbeiterinnen haben dann
dazu geführt, dass wir nach und nach die Lust verloren, in der APo überhaupt
noch etwas zu unternehmen.
Da es für uns keine andere Möglichkeit gab, uns in Stadthagen ohne Verzehrzwang
zu treffen, haben wir eine ganze Zeit lang gute Miene zum bösen Spiel gemacht,
aber unsere Aktionen in der Alten Polizei eingeschränkt. Dies haben wir auch
gegenüber den Mitarbeiterinnen mit der schlechten Zusammenarbeit und den
geschilderten Pannen auf Seiten der Alten Polizei begründet. Aus diesem Grund
veranstalteten wir z. B. 1998 zum ersten Mal keine Aktion im Rahmen der Stadthäger
Aktion Ferienspaß.
Als alle "Winke mit dem Bauzaun" nichts bewirkten, suchten wir schließlich
die direkte Aussprache mit dem Vorstand des Trägervereins und den Mitarbeiterinnen
der APo und legten die Missstände dar. Die daraus resultierende Besserung der
Zusammenarbeit wurde genutzt, um zusammen ein Internet-Café aufzubauen. Aber
das ging auch hauptsächlich von Frank Lukaschewski, dem ehrenamtlichen Vorsitzenden
des Trägervereins der Alten Polizei aus, der eigentlich mit der Führung des
Zentrums schon genug ausgelastet ist, so dass wir da nach einiger Zeit auch wieder
mehr oder weniger auf uns gestellt waren.
Außerdem hatte die Alte Polizei teilweise sehr seltsame Vorstellungen von der
Durchführung eine Internet-Cafés. So sollten wir die sechs untereinander
vernetzten Rechner mit Druckern und Monitoren z. B. jedes Mal auf- und wieder abbauen,
was zum einen einen enormen Arbeitsaufwand bedeutet hätte und zum anderen auch zu
Lasten der Geräte gegangen wäre. Da z. B. der Aufbau des Internet-Cafés in
Bückeburg wesentlich besser klappte, wurde unser Unmut über die Alte Polizei immer
größer. Unterstützung erhielten wir in letzter Zeit außer durch den Vorsitzenden
des Trägervereins nur noch durch Senol Öksüz, der als ABM-Kraft den Jugendbereich
betreut, vom Rest wurden wir bestenfalls ignoriert.
Wir hatten manchmal den Eindruck, dass das Verhalten darauf hin zielte, uns los zu
werden. Falls das so war, haben sie jetzt ihren Willen, denn da die Zustände nicht
besser, sondern eher immer schlechter wurden, war jetzt halt das Maß voll.
Und da haben wir halt einen endgültigen Schlussstrich gezogen und nehmen lieber
einen weiten Weg zu den Clubtreffen in Kauf, als weiter zur Untätigkeit verdammt
zu sein. Da wir aber zugesagt hatten, ein Internetcafé aufzubauen, werden wir zu
unserem Wort stehen und der Alten Polizei alles komplett funktionstüchtig einrichten.
Danach ist das Thema Alte Polizei für uns erledigt.
Falls jemand dem SCC Räumlichkeiten für seine Treffen in Stadthagen anbieten möchte,
kann er sich per E-Mail (stefan@sccweb.de) oder werktags ab 18 Uhr telefonisch unter
der Rufnr. (05721)75210 an Stefan Götz wenden.